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Tierfabeln


Spannende und kurze Tier-Fabeln für grosse und kleine Kinder, z.B.
von Äsop, dem bekanntest Fabelschreiber.


Der Fuchs und die Truthühner

Es wählte eine Truthahnherde,
Die ein begieriger Fuchs begehrte,
Zur Nachtrast eines Baumes Äste.
Umsonst beschlich der Fuchs die Feste;
Und liess er sich's auch viele Gänge kosten,
Fand er doch wachsam stets das Federvolk auf Posten.
Er zürnte: "Wie? Man lacht mich aus! Man spottet mein!
Sollten wahrhaftig einzig diese mir entgehen?
Ich sage: nein! Bei allen Göttern, nein!"
Und wie er's schwur, so ist's geschehen.
Wenngleich das helle Mondenlicht
Auch günstig schien der Hühnerschar
Und klar ihr zeigte die Gefahr -
Der kundige Fuchs verzagte nicht,
Er hatte seinen Sack voll List und Lug.
Er tat zunächst, als wolle er den Baum ersteigen,
Indem er seine Pfote um die Rinde schlug;
Dann sank er hin, um sich als toten Mann zu zeigen,
Und wieder auferstanden trieb er neuen Trug:
Verwandelte sich wie ein Harlekin
In immer andere Gestalten,
Hob seinen Schwanz und schwenkte ihn,
Hat unentwegt die indischen Hühner wach gehalten.
Von diesen, die den Feind nicht aus den Augen liessen,
Wagte natürlich keins, zum Schlaf das Lid zu schliessen.
Scharf spähten sie und wurden endlich müd und matt,
Und manches taumelte erschöpft vom Baum
Und fand alsbald die letzte Ruhestatt,
Die ersten in des roten Mörders Magen,
Die nächsten trug er schnell in seinen Vorratsraum
Nach Malepartus ein.


Was meine Fabel euch erzählt?
- Wer nichts als immer die Gefahr im Auge hält,
Fällt schliesslich ganz gewiss hinein.


- Jean de La Fontaine 1621-1695, französischer Schriftsteller -





Die Schildkröte und die beiden Enten

Der Leichtsinn trat an eine Schildkröte heran:
Des Uferloches müd will sie die Welt besehen.
Man schaut sich gern ein neues Stückchen Erde an,
Wer hinkt, pflegt gern aus dem verhassten Haus zu gehen,
Sie, teilt zwei Enten mit, was sie ersann.
Die stimmten bei und bieten sich ihr als Gespann
Für eine Luftfahrt an bis nach Amerika.
Sie sagten: "Vieles siehst du da,
Gar manche Republik und manches Königreich,
Völker und Sitten andrer Art als hier am Teich.
Da lernt man! Auch Ulysses hat es so gemacht."
Ulysses - welch verwegener Vergleich!
Wer hätte hier an den gedacht! -
Bald war man einig, wie die Fahrt zu machen sei.
Im Vorbeireiten waren sie nicht faul:
Die Enten brachten einen Stock herbei,
Den schoben sie der Schildkröt quer durchs Maul.
"Jetzt gilt es," sagten sie, "recht fest zu fassen,
Und hüte dich, ihn loszulassen!"
Das Vogelpaar ergriff den Stock an beiden Enden
Und flog mit seiner Bürde auf.
Da gab es überall ein Augenwenden,
Verwundert sah man in die Luft hinauf.
"Kommt," rief man, "kommt und seht! Die Königin
Der Schildkröten zieht durch die Wolken hin."
"Ja, in der Tat: die Königin,"
Erklangs von droben; "keiner soll zu spotten wagen!"
Sie hätte besser dran getan,
Kein Wort darob zu sagen
Und schweigend fortzuziehn auf ihrer hohen Bahn.
Dass sprechend sie das Maul geöffnet, muss sie büssen:
Sie sank vom Stecken, der ihr Stütze bot,
Und lag zerschellt den Schauenden zu Füssen.
Schwatzhaftigkeit war schuld an ihrem Tod.


Neugier, Dummheit, Albernheit,
Prahlsucht und Geschwätzigkeit
Sind einander eng verwandt,
Sind fünf Finger einer Hand
.


- Jean de La Fontaine 1621-1695, französischer Schriftsteller -





Kurze Tierfabeln
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Das Kätzchen


Ein unerfahrnes Kätzchen sah
Zum erstenmal den Mond in vollem Lichte prangen,
Und sprach entzückt zum GrossPapa:
Sieh an der Decke dort den schönen Käse hangen.
O, hätten wir ihn doch. Ei lerne, blöder Fant,
Versetzt der GrossPapa, fürs erste Mäuse fangen,
Die sind uns näher bei der Hand.

- Gottlieb Konrad Pfeffel 1736-1809, deutscher Schriftsteller -

Quelle: Gottlieb Konrad Pfeffel: Biographie eines Pudels,
Langewiesche-Brandt Verlag 1987.




Die Raupe

Kind. Was hast du Raupe mir gemacht?
Um Blatt und Blüthe ganz gebracht
Hast du das schöne Bäumlein da,
Wie man so-schön noch keines sah!

Raupe. Sei nicht so zornig über mich,
Und denk ein wenig nur an dich.
Nicht wahr, du liebst was Gutes sehr?
Und ich hab nicht gesündigt mehr;
Ich ass nur, was mir herrlich schmeckt,
Hier war für mich der Tisch gedeckt!

Kind. Hast Recht, ich kann nicht böse sein,
Und will dir diess Mal gern verzeihn;
Doch ach, wie mich das Bäumchen reut,
Fort ist die Frucht und aus die Freud!

(Wilhelm August Corrodi 1826-1885, schweizer Dichter)







Kurze Aesop Tierfabeln
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Die Krebse


Geh doch gerade und vorwärts!" rief einem jungen Krebs seine
Mutter zu:
"Von Herzen gerne, liebe Mutter", antwortete dieser,
"nur möchte ich es dich ebenso machen sehen."

Jedoch vergeblich war der Mutter Anstrengung
und sichtbar ihre Klügelei und Tadelsucht.

Gib keine Befehle, die man nicht vollbringen kann,
und tadle an andern keine Fehler, die du selbst begehst!


(Äsop, um 600 v.Chr.)



Drei Stiere und der Löwe

Drei Stiere schlossen miteinander ein Bündnis, jede Gefahr auf
der Weide mit vereinten Kräften abzuwehren; so vereinigt,
trotzten sie sogar dem Löwen, dass dieser sich nicht an sie wagte.
Als ihn eines Tages der Hunger arg plagte, stiftete er Uneinigkeit
unter ihnen. Sie trennten sich, und nach nicht acht Tagen hatte
er alle drei, jeden einzeln, angegriffen und verzehrt.

Eintracht gibt Stärke und Sicherheit, Zwietracht bringt Schwäche
und Verderben.


(Äsop, um 600 v.Chr.)


> Sämtliche Äsop Fabeln auf literaturnetz.org



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