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Der kleine Sünder


Schönes Kindergedicht und weitere Gedichte von Paula und Richard Dehmel,
sowie Links-, Bücher- und Geschenk-Tipps.


Der kleine Sünder

Gestern lief der Peter weg,
spinnefix, verstohlen.
Setzt sich Mutter den Bänderhut auf:
Wart, ich will dich holen!
Sausepeter,
Flausepeter,
kleiner Sünder, wo bist du?

Hahnematz steht auf der Wiese;
Kiek ins Grüne! kräht er.
Sag mir, bunter Kikeriki,
wo ist unser Peter?
Bummelpeter,
Schummelpeter,
kleiner Sünder, wo bist du?

Wie sie in den Garten kommt,
ist er nicht zu sehen;
bleibt sie neben dem Spargelbeet
unterm Pflaumenbaum stehen.
Aber Peter,
nirgends steht er;
kleiner Sünder, wo bist du?

Hört sie etwas lachen, horch,
oben aus dem Baume;
sitzt der Peter seelenvergnügt,
pflückt sich eine Pflaume.
Wirft ein Steinchen,
schwenkt die Beinchen,
wuppdich - Mutter, da bin ich.

- Paula Dehmel 1862-1918 und Richard Dehmel 1863-1920,
deutsche Schriftsteller -



Kinderspruch

Aus dem letzten Teil des Gedichtes habe ich einen kurzen
Spruch gemacht. Kann man zum Beispiel für den Muttertag
benutzen:


Ich werf ein Grüsschen

Ich werf ein Grüsschen
Schenk ein Blümchen
Liebe Mutter, jetzt bin ich endlich da,
Ist das nicht wunderbar!

- Monika Minder -




Weitere Gedichte von Dehmels
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Das Königskind


Wer tanzt mit mir?
Wer spielt mit mir?
Ich bin so sehr allein.
Kam da der gelbe Sonnenstrahl:
Ich tanze Tippel – Huschemal,
Willst du meine Tänzerin sein?
Wer tanzt mit mir?
Wer spielt mit mir?
Der Sonnenstrahl ist zu fein;
Kam da der wilde Pustewind:
Heideih! ich spiele Wegefind,
Lauf doch! fang mich ein!
Wer tanzt mit mir?
Wer spielt mit mir?
Der Wind macht mein Krönchen entzwei.
Kam da unser brauner Junge an,
Macht 'nen Diener wie 'n Edelmann:
Prinzeß, ich bin so frei!

- Paula Dehmel 1862-1918 -




Rätsel

Ich habe Flügel, rate Kind,
Doch flieg ich nur im Kreise,
Und singen tu ich, wenn der Wind
Mir vorpfeift, laut und leise;
Was ihr den Feldern abgewinnt,
Kau ich auf meine Weise,
Doch – was mir durch die Kehle rinnt,
Das mundet euch als Speise.

- Paula Dehmel 1862-1918 -




Anziehliedchen

Wer strampelt im Bettchen?
Versteck sich wie'n Dieb?
Das ist der Rumpumpel,
Den haben wir lieb.

Was guckt da für'n Näschen?
Ein Bübchen sitzt dran.
Das ist der Rumpumpel,
Den ziehn wir jetzt an.

Erst wird er gewaschen
Vom Kopf bis zur Zeh;
Er weint nicht, er greint nicht,
Denn es tut ja nicht weh.

Schnell her mit dem Hemdchen:
Da schlüpfen wir fein
Erst rechts und dann links
In die Ärmelchen 'rein.

Fix an noch die Strümpfchen,
Fix an auch die Schuh;
Kommt's Händchen, schnürt's Bändchen,
Schon sind sie zu.

Nun Leibchen und Höschen,
Ein Röckchen kommt auch;
Sonst friert dem Rumpumpel
Sein kleiner runder Bauch.

Das Kämmchen kämmt sachte,
Aber still muss man stehn;
Zuletzt noch das Kleidchen,
Der Tausend, wie schön!
Nun geht er und sagt: Guten Morgen

- Paula Dehmel 1862-1918, deutsche Schriftstellerin -




Die Schaukel

Auf meiner Schaukel in die Höh,
was kann es Schöneres geben!
So hoch, so weit: die ganze Chaussee
und alle Häuser schweben.

Weit über die Gärten hoch, juchhee,
ich lasse mich fliegen, fliegen;
und alles sieht man, Wald und See,
ganz anders stehn und liegen.

Hoch in die Höh! Wo ist mein Zeh?
Im Himmel! ich glaube, ich falle!
Das tut so tief, so süss dann weh,
und die Bäume verbeugen sich alle.

Und immer wieder in die Höh,
und der Himmel kommt immer näher;
und immer süsser tut es weh –
der Himmel wird immer höher.

- Richard Dehmel 1863-1920 -




Ein Schmied

Ich kann Schmiedemeister werden;
knuff! sagt mein Hammer und saust,
dann springen die Funken vor Freude
um meine russige Faust
bis an den Blasebalg.

Herr Blasebalg, was stöhnst du?
Nur zu! die Glut geschürt!
Und lass die Schlacken nur spucken,
wenn meine Zange drin rührt;
gut Eisen will auf den Ambos!

Dem soll ich den Rücken klopfen,
dann lacht er und trällert ein Lied:
Lieb Hammergeläut, lieb Hammergeläut,
gut Eisen dankt dem Schmied,
er klopft es hart zu Stahl.

Drum streut's vor Freude Funken
und hüpft bei jedem Streich;
die Heuchler und Halunken,
die klopft er windelweich,
knuff, der kleine Held.

- Richard Dehmel 1863-1920, deutscher Schriftsteller -



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