Kinder-Ausflüge Kinder-Basteln Kinder-Gedichte Kinder-Geburtstag Kinder-Geschichten Kinder-Gesundheit Kinder-Lieder Kinder-Spiele Kinder-Knigge Kinder-Internet+PC
News









Home Kontakt Links Impressum

Prosit Neujahr


Schönes Kindergedicht und weitere Gedichte von Friedrich Güll, sowie
Links-, Bücher- und Geschenk-Tipps.


Prosit Neujahr

Den Grosseltern

Prosit Neujahr! Nun ist es da,
Der liebe Gott woll' geben,
Dass Grosspapa und Grossmama
Es oftmals noch erleben.
Es bringe ihnen Glück und Freud'
Und ungetrübte Heiterkeit,
Kurz alles, was sie wünschen

Wie haben sie mich hoch erfreut
Erst noch vor wenig Tagen,
Als unterm Christbaum, welche Freud'!
Die schönsten Sachen lagen.
Dafür will ich recht artig sein
Und, bin ich auch noch jung und klein,
Recht viel und eifrig lernen.

Gott schütze die Grosseltern mein
Auf ihrem Lebenspfade,
Er wolle ihnen nahe sein
Mit seiner Huld und Gnade.
Erhalten möge er sie mir
Recht lange noch und für und für
Sie beide reichlich segnen.

- Friedrich Güll 1812-1879, deutscher Dichter -

Quelle: Quelle: Buch der Wünsche, Hrg. Hedwig Dransfeld, Verlag
von Reinhard Wilhelm Thiemann, um 1910.





Weitere Kindergedichte von Friedrich Güll
_________________________________________


Vor dem Christbaum


Da guck einmal, was gestern nacht
Christkindlein alles mir gebracht:
ein Räppchen,
ein Wägelein;
ein Käppchen
und ein Krägelein;
ein Tütchen
und ein Rütchen;
ein Büchlein
voller Sprüchlein;
das Tütchen, wenn ich fleißig lern,
ein Rütchen, tät ich es nicht gern,
und nun erst gar den Weihnachtsbaum,
ein schönrer steht im Walde kaum.
Ja, schau nur her und schau nur hin
und schau, wie ich so glücklich bin!

- Friedrich Güll 1812-1879 -




Der Mann von Schnee

Der Schneemann dort am Gartenzaune
Hat gar eine üble Laune.
Steht er da voll Trutz und Groll,
Weiss nicht, was er reden soll.
Und die Sonne blinkt und blitzt,
Dass er wie ein Kranker schwitzt.
Weil der Himmel ist so blau,
Ärgert er sich braun und grau;
Weil die Wiesen werden grün,
Aergert er sich schmal und dünn.
Schneemann ist in grosser Not,
Denn es winkt ihm schon der Tod.
Noch ein Schnapper, noch ein Schnauf
Und er steht nicht wieder auf.
Kommen dann die schwarzen Raben,
Seine Leiche zu begraben.
Und Schneeglöcklein will vor Freuden,
Ihm die Sterbeglocke läuten.
Und die Lerch' vor allen Dingen
Ihm ein Schlummerliedchen singen.
Aber wo ist er zu finden?
Vornen nicht, und auch nicht hinten.
Freilich, weil ihm ganz zerbrochen
An der Sonne seine Knochen,
Weil zu Wasser er zerronnen
An dem Glanz der goldnen Sonnen.
Kommt der Storch dazu geflogen,
Und die Schwalbe hergezogen,
Fragen nach dem todten Mann,
Niemand von ihm sagen kann:
Wälzt der Storch mit seinem Bein
An den Zaun hin einen Stein;
Und die Schwalbe mit dem Schnabel
Schreibt darauf die ganze Fabel:
Hier liegt Einer, der im Leben,
Weiter keinen Taug gegeben;
Der sich faul und sehr verstockt,
Lebenslang daher gehockt;
Und damit er doch nicht länger
Bleiben soll ein Müssiggänger,
Und ein Griesgram und ein Hasser,
Schmolz der Frühling ihn zu Wasser;
Und damit will er begiessen
All' die Blumen auf den Wiesen,
Dass sie weiss und gelb und grün
Euch zur Lust und Freude blüh'n.

- Friedrich Güll 1812-1879 -




Pflaumenregen

Es steht ein Baum im Garten,
von Pflaumen voll und schwer.
Die Kinder drunten warten
und lauschen ringsumher,
ob nicht der Wind ihn rüttelt
und all die Pflaumen schüttelt,
dass alle purzeln kreuz und quer.

Doch horcht, wie's rauscht und rappelt!
Im Wald wacht auf der Wind.
Schon zischelt er und zappelt
und trappelt her geschwind
und wiegt und biegt die Äste,
dass schier in ihrem Neste
die Finken nimmer sicher sind.

Nun fällt ein Pflaumenregen,
der aber macht nicht nass.
Im Gras herumzufegen,
ist da der grösste Spass.
O Wind, o Wind, o rüttle,
o Wind, o Wind, o schüttle!
Wir grapsen ohne Unterlass.

- Friedrich Güll 1812-1879 -




Meine Mutter

Kein Vogel sitzt in Flaum und Moos
in seinem Nest so warm
als ich auf meiner Mutter Schoss,
auf meiner Mutter Arm.
Und tut mir weh mein Kopf und Fuss,
vergeht mir aller Schmerz,
gibt mir die Mutter einen Kuss
und drückt mich an ihr Herz.

- Friedrich Güll 1812-1879 -




Geburtstag im Frühling

Im Garten blüh'n schon ein Weilchen
Schneeglöckchen, Krokus und Veilchen.
Da hab ich mich nicht lang bedacht
und ein schönes Sträusschen zurechtgemacht.
Das bringe ich dir zum Geburtstagsfest.
Der Frühling dich schön grüssen lässt.
Er sagt, mit allem Sonnenschein
kehrt er so gern bei dir ein,
damit dein neues Lebensjahr
sei sonnig, fröhlich, hell und klar.

- Friedrich Güll 1812-1879 -


Weitere Kindergedichte
Wintergedichte
Weihnachtsgedichte
Kinderreime







Link-Tipps

Kindersprüche
Schöne und lustige Kinder Sprüche und Gedichte.

Friedrich Güll
Leben und Werke.

Das Büblein auf dem Eise
Kindergedicht von Friedrich Güll.

Geburtstagsgedichte für Kinder
Lustige Gedichte für den Kindergeburtstag oder für
andere Anlässe.





Bücher- und Geschenk-Tipps

Die Heinzelmännchen und andere Geschichten
aus Opas altem Buch: Hörspiel mit Musik







Was denkt die Maus am Donnerstag?:
121 Gedichte für Kinder













Weitere Kinder Gedichte

Fabeln Kinder Gedichte Gedichte Kindergeburtstag
Kinderverse Kurze Kindergedichte Kinderreime
Kinder-Lyrik Kinder-Sprüche Lustige Kindergedichte
Frühlingsgedichte Sommergedichte Herbstgedichte
Weihnachtsgedichte Wintergedichte Ostergedichte
Minder Kinder Gedichte Ringelnatz Muttertag




nach oben