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Henne Lise und Hase Esil


Schöne und lustige Ostergeschichte von Monika Minder und weitere Geschichten
rund um die Osterzeit, sowie Bücher- und Link-Tipps.


Henne Lise und Hase Esil

Es war kurz vor Ostern und Hase Esil hatte viel zu tun. Er musste
nämlich viele Eier bemalen, sie in Körbchen legen, herumtragen
und dann auf Ostersonntag zu den Kindern bringen.

Diese Eier musste aber von der Henne zuerst gelegt werden. Henne
Lise, die Frau von Hase Esil, hatte es aber gerade gar nicht eilig mit
dem Eier legen. Sie gackerte viel lieber singend durch die Gegend
und schwänzelte auf dem Hof herum. Es waren die ersten milden
Tage seit langem und sie machten Lise richtig glücklich.

Esil schaute ihr eine Weile zu und beobachtete sie. Dann huschte
ein kleines Lächeln über sein Gesicht:

"Lise," rief er nun. "Ich bin parat, kannst du mir die ersten Eier
bringen?"

Lise schreckte hoch und drehte sich zu Esil um. Sie sah, dass er
die Eierstaffelei aufgestellt hatte und sämtliche Farbtöpfe daneben.

"Oh, mein Gott," rief sie. "Ostern! Das habe ich ja total vergessen.

Ich beeile mich mein Hasilein," säuselte sie und schwänzelte hurtig
ins Haus, aber nicht ohne sich vorher nochmals mit einem kecken
Blick zu Esil umzudrehen und ihm einen Handkuss zu schicken.

Jetzt lachte er:

"Weiber!" sagte er vor sich hin und setzte sich noch eine Weile.
Eine kurze Pause war gar nicht so schlecht. Es wird noch genug
Arbeit geben, dachte er.

Esil machte es sich gemütlich und legte sich ins weiche Moos. Den
Hut zog er sich über die Augen und so träumte er vor sich hin.

Er dachte an die Zeit, als er Lise kennengelernt hatte. Damals war
Esil noch mit einem Häschen verheiratet. Nur, so ganz glücklich war
er damals nie, denn seine Frau war immer unterwegs und vor allem
gerne mit anderen Hasen zusammen. Er war viel allein und das
machte ihn sehr traurig. Verheiratet sein hatte er sich viel schöner
vorgestellt.

Als er Lise am Hoffest das erste Mal sah, da hatte er sich sofort
in sie verliebt. So eine schöne stolze Henne hatte er noch nie
gesehen. Er war total geblendet von ihrem grazilen und schönen
Wesen.

Das getraute er sich allerdings nicht zu sagen. Er beobachtete sie
zuerst nur. Zudem dachte er, das geht doch nicht, ein Hase und
eine Henne, das passt doch gar nicht zusammen.

Er liess sie aber nicht aus den Augen und es schien, dass sie immer
gerade dort etwas zu tun hatte, wo er auch war. So sah man sie
recht häufig und mit grosser Wonne an ihm vorbeitänzeln. Jedesmal,
wenn sie an Esil vorbeikam, schenkte sie ihm ihr schönstes Lächeln
und klimperte mit den Wimpern. Er war hin und weg.

"Was für ein goldiges Stück!", dachte er und fragte einen Freund,
wie sie heisse und von wo sie komme. Dieser sagte ihm, das sei
Henne Lise. Sie sei hier vom Hof und helfe immer fleissig arbeiten.

Jetzt hielt Esil nichts mehr an seinem Platz. Er rannte hin zu Lise
und sagte:

"Hallo Lise, ich bin Esil und ich möchte dich fragen, ob du
mit mir ausgehen möchtest. Ich würde dich gerne einladen?"

Lise strahlte und sagte sofort ja, denn sie hatte sich nämlich auch
auf den ersten Blick in diesen grossen stämmigen Hasen verliebt.

So kam es, dass Esil sich von seiner Frau trennte und zu Henne
Lise ging. Bald merkten sie, dass sie ein gutes Team waren. Sie
legte die Eier und er brachte sie zu den Kindern. Denn, das war
genau das, was beide immer schon am Liebsten machten, den
Menschen Liebe schenken.

Und weil sie zusammen keine Kinder haben konnten, war es für sie
das Schönste auf der Welt, wenn sie jetzt gemeinsam den Kindern
eine Freude machen konnten.


Esil wurde aus seinen Träumen gerissen. Lise kam fröhlich gluckernd
mit den ersten Eiern daherspaziert. Stolz und schön wie sie war.

Was für ein Glückspilz bin ich doch mit dieser wunderbaren Frau,
dachte er.

"Wow!" sagte er dann zu ihr. "Das sind aber wunderschöne Eier."

Sie lächelte: "Du Schmeichler".

Er lächelte auch, nahm dann sachte das erste Ei und legte es auf
seine selbstgebaute Staffelei. Dort konnte er das Ei immer drehen
und von allen Seiten bemalen.

Er nahm den Pinsel, tupfte ihn in den ersten Farbtopf und bemalte
das erste Ei mit viel Freude und Konzentration. Als Lise mit der
zweiten Ladung Eier kam, war er mit den ersten bereits fertig.

Sie staunte nicht schlecht als sie seine bunten Eier sah.

"Auch wow!" sagte sie dann. "Du bist ein Künstler, so schön und
bunt waren deine Ostereier noch nie. Ich bin stolz auf dich und
freue mich auf die nächsten." Und das meinte Lise durchaus ernst.

Jetzt wurde Esil ein kleines bisschen verlegen. Ganz rot wurde er
und schaute zu Boden. Er schätzte ihr Kompliment sehr, denn er
wusste, dass sie ein gutes Auge für alle schönen Dinge hatte.

"Danke dir, meine Liebe".

Sie küssten sich und danach arbeiteten sie fleissig und mit viel
Begeisterung und Fröhlichkeit weiter bis tief in die Nacht hinein.
Schliesslich hatten sie eine grosse Aufgabe, nämlich den Kindern
viel Freude und Liebe zu bringen.


- © Geschichte von Monika Minder, geschrieben 2013 -


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